Bei der dritten Auflage des Ironman Hamburg starteten, nach unzähligen Trainingsstunden und individueller Vorbereitung, Carmen Rehkopf (AK 50-54), Jan Frederik Alstedt (AK 30-34) und Björn Blazynski (AK 55-59). Über 3,8 km Schwimmen, 186 km Radfahren und 42,195 km Laufen zusammen mit 2500 anderen Athleten und 60 Profis ging es an die Startlinie.

Der Renntag

Am Renntag wurde die Wechselzone ab 5:00 Uhr geöffnet und das Treiben aller zuströmenden Athleten wurde immer größer. Ca. 1h vor dem Start kam dann die Nachricht: Wassertemperatur 24,1 °C. Das heißt der Neoprenanzug konnte von allen Altersklassenathleten benutzt werden. Der Startschuss fiel und alle Athleten starteten per „Rolling Start“ in das Rennen zum Schwimmen über 3,8 km in der Alster.

Dann folgte der Radsplitt (ca. 186 km) über zwei Runden jeweils durch den Hafen mit vielen Kurven, Querung der Köhlbrand-Brücke und ein Abstecher an der Elbe bis zur Wende am Zollenspieker Fähranleger. Schlussendlich führte der Laufkurs bei Temperaturen über 30 °C über vier Runden. Entlang an Binnen- und Außenalster, über den Rathausmarkt. Begleitet von einem gut gelaunten und ohrenbetäubendem Publikum bis ins Ziel.

Carmen, Jan und Björn konnten nach Bewältigung unterschiedlicher Krisen letztendlich erfolgreich finishen:

Der Verlauf

Carmen ( AK W 50-54), die bereits die Qualifikation für die 70.3 WM (Halbdistanz) in Nizza 2019 beim IM Hamburg 2017 erworben hatte, bewältigte die Schwimm-und Radstrecke recht gut. Bei Ihrer eigentlichen Paradedisziplin „Laufen“ zwangen plötzliche Magenkrämpfe, sie immer wieder das Rennen zu unterbrechen. Außerdem war sie immer wieder in Gedanken an ihren gerade verstorbenen Vater, der sie beim Rennen irgendwie begleitete. Dennoch konnte Carmen den abschließenden Marathon, nur nicht mit dem angestrebten Ergebnis, beenden. Am Ende steht der 4. Platz der Deutschen Meisterschaft, der erste Platz bei den Hamburger Betriebssportmeisterschaften und der AK-Platz 7 v. 31 swei Gesamtplatz 1086 von 2005.

Splits: Schwimmen: 1:12:13 / T1: 06:55 / Rad:5:41:41 / T2: 08:32 / Lauf: 5:03:59 / Gesamt: 12:13:18

Jan Frederik Alstedt (AK M 30-34) startete bereits beim IM Hamburg 2017. Er bereitet sich gezielt mit strukturiertem Training, Trainings-Camp sowie Leistungsdiagnostik auf seine Ziele vor. Das Schwimmen und vor allem das Radfahren absolvierte auch er recht gut. In der Hektik des Rennens nahm Jan aber zuviel seiner Wettkampfnahrung (spezielles Gel) zu sich. Dies rächte sich später auf der Laufstrecke mit Erbrechen und Unwohlsein, sowie Anzeichen von Verfestigungen und Krämpfen in seiner Beinmuskelatur.

Jan wollte schon aufgeben, aber mitgereiste Fans an der Strecke, sowie Familie und Vereinskollegen reaktivierten ihn und seinen Willen, das gefühlt sehr lange Rennen erfolgreich zu finishen. Da diese enorme Willensstärke eigentlich eher den erfahreneren Altersklassen zugeschrieben wird, ist das Ergebnis, AK Platz 131 von 233 / Platzierung Männer: 845von 1757 / Gesamtplatz: 912 von 2005, trotz der Zeit eine großartige Leistung mit wertvollem Erfahrungszuwachs.

Splits: Schwimmen: 1:10:14 / T1: 06:21 / Rad:5:16:00 / T2: 05:23 / Lauf: 5:11:02 / Gesamt: 11:48:58

Die Hawaii Quali

Björn Blazynski (AK M 50–54 ) suchte die optimale Vorbereitung in 2019 mit einem Personal Coach. Zwei 14 -tägigen Trainings-Camps und professionelle Leistungsdiagnostik sollten helfen. Das Schwimmen lief trotz eines leichten Orientierungsproblems gut. Die anspruchsvolle Radstrecke absolvierte er trotz immer stärker werdenden Windes an der Elbe noch gut. Beim Start in den Marathon zeigten leichte Krämpfe und ein unrunder Beginn in der ersten Runde, das die widrigen Umstände der Radstrecke nun ihren Tribut forderten.

Ab Runde drei war irgendwie der Stecker raus, die Beine fühlten sich fest und verkrampft an, alles wirkte plötzlich wie verschwommen und dann kam der Tunnelblick. Björn realisierte schnell, dass er ein dehydriert war. Trotz zeitweiligem Schatten und etwas Wind wurde es wärmer auf der Strecke. Die Idee war nun, eine bessere Laufeffizienz anzustreben, sowie nur noch im Komfortbereich zu laufen. Durch den zusätzlichen Ansporn der Fans an der Strecke, ging das am Ende auf und da es den anderen Mitstreitern ähnlich erging, war Björn im Ziel vom Ergebnis überwältigt.

Er konnte für sich verbuchen: AK 55-59 – Platz 2 von 114, Platzierung Männer: 145 von 1757, Gesamtplatz 152 von 2005, Deutscher Meister der Altersklasse sowie die Qualifikation für die World Championship 2019 in Kailua-Kona, Hawaii

Splits:Schwimmen: 1:06:54 / T1: 05:05 / Rad:5:15:32 / T2: 04:29 / Lauf: 3:35:11 / Gesamt: 10:07:09